Pflegehinweise vom Fricke Garten- und Landschaftsbau und Wittinger Pflanzenhof -
für gesundes Wachsen in schönen Gärten

Stauden- und Gehölzpflanzungen

Ein Garten mit seinen Pflanzungen wächst erst im Laufe der Jahre zu seiner vollen Pracht heran. Damit die frisch gesetzten Stauden und Gehölze Ihre volle Schönheit entfalten können, müssen sie nach der Pflanzung intensiv gepflegt werden. Hierzu ist nach DIN 18916 die Fertigstellungspflege erforderlich. Nach dem Setzen der Gehölze und Stauden werden diese Arbeiten grundsätzlich von Ihrem Landschaftsgärtner ausgeführt.

Wenn Sie auf eine Fertigstellungspflege nach DIN 18916 verzichten und diese Arbeiten deshalb selbst durchführen wollen, möchten wir Ihnen hiermit einige nützliche Tipps an die Hand geben, damit Ihre Gehölze und Stauden optimal anwachsen und sich voll entfalten können.

Sollten Sie dennoch trotz sorgfältiger Pflege Probleme mit Ihren neu erworbenen Pflanzen bekommen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Noch ein wichtiger Hinweis: Halten Sie in jedem Fall während der Anwachsphase Haustiere von Stauden- und Gehölzpflanzflächen fern, da es zu Beschädigungen kommen kann.

Wässern

Frisch gepflanzte Stauden und Gehölze verfügen noch nicht über genügend Wurzeln um das benötigte Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen zu können. Bis zum Einwurzeln sind die Pflanzen auf regelmäßige Wassergaben angewiesen. Hier gilt: Lieber einmal durchdringend wässern als mehrfach nur geringe Mengen Wasser ausbringen. Gießen Sie Ihre Pflanzen, wie die Natur das mit einem Landregen tut, mit einem Regner oder einer feinen Gießbrause. Wässern Sie bitte bei heißer Witterung unbedingt am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Bei vollem Sonnenstand verdunstet mehr Wasser in der Luft, als die Pflanzen aufnehmen können.

Der tatsächliche Wasserbedarf einer Pflanzung variiert je nach Bodenart und Zusammensetzung der Pflanzung. Sandige Böden benötigen mehr Wasser als sandig-lehmige Böden oder gar Tonböden. Die Pflanzung sollte auch noch im Wurzelbereich in einer Tiefe von ca. 20 cm ausreichend feucht, aber nicht dauerhaft nass sein.

Folgende Wassermengen sollen Ihnen als Richtwerte pro Wässerungsgang dienen:

Staudenflächen: ca. 5 Liter pro qm Pflanzfläche = ca. 1/4 - 1/2 Minute Gießzeit pro qm
Gehölzflächen: ca. 10 - 20 Liter pro Pflanze = ca. 1/2 Minute Gießzeit pro Stück
Bäume: ca. 50 - 100 Liter pro Baum = ca. 3 Minuten Gießzeit pro Stück
Bei Großbäumen müssen ggf. noch größere Wassergaben vorgesehen werden.

Die Zeitangaben beziehen sich auf einen „normalen“ Gartenschlauch mit 1/2 Zoll Durchmesser. Immergrüne Gehölze (Koniferen, Rhododendren, Buchs, usw.) müssen auch im Winter regelmäßig gewässert werden.

Düngung

Stauden und Gehölze werden in regelmäßigen Abständen etwa in der Zeit von Anfang April bis Ende Juli idealerweise mit organisch-mineralischen Langzeitdüngern gedüngt. Danach sollte nicht mehr gedüngt werden, damit die Pflanzen ausreifen können. Im guten Fachhandel oder bei Ihrem Landschaftsgärtner erhalten Sie eine breite Auswahl an geeigneten Spezialdüngern sowie eine auf die jeweiligen Pflanzen ausgerichtete Fachberatung.
Der Dünger sollte großflächig ausgebracht und oberflächlich eingearbeitet werden. Um Pflanzenschäden zu vermeiden, sollten keine schnell wirkenden Dünger eingesetzt werden. Die Produktanleitung der einzelnen Dünger ist strikt einzuhalten.

 

Neu angelegte Fertigrasenflächen

Damit sich aus Ihrem frisch verlegten Fertigrasen nun eine belastbare und fest mit der Vegetationsschicht verwurzelte Rasendecke entwickeln kann, sind zunächst noch verschiedene Leistungen der sogenannten Fertigstellungspflege (gemäß DIN 18917 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Rasen und Saatarbeiten) erforderlich. Diese werden üblicherweise - bei entsprechender Vereinbarung - durch uns, Ihren Experten für Garten & Landschaft, bei der Herstellung einer Rasenfläche durchgeführt.

Wenn Sie die erforderlichen Einzelleistungen der Fertigstellungspflege selbst erbringen möchten, bitten wir Sie um Beachtung der nachfolgenden Pflegehinweise:

Wässern

In den ersten 2 bis 3 Wochen nach dem Verlegen ist der Fertigrasen ausreichend feucht zu halten und bei zu geringen oder ausbleibenden natürlichen Niederschlägen täglich durchdringend mit 15 - 20 Litern pro m² zu beregnen.

Rasen mähen

Der Schnitt des Rasens ist bei einer Wuchshöhe von 6 - 8 cm durchzuführen. Dabei wird der Rasen auf 4 - 5 cm eingekürzt. Um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten, müssen die Messer des Mähers scharf sein. Stumpfe Messer hinterlassen ausgefranste Wundränder an den Rasenblättern, in die Krankheitserreger leichter eindringen können. Die besten Schnittergebnisse lassen sich mit einem Spindelmäher erzielen. Das abgeschnittene Mähgut ist von der Rasenfläche zu entfernen.

Nach etwa 3 Wochen können Sie den Fertigrasen voll nutzen. Nun beginnen die regelmäßigen Leistungen der Entwicklungs- und Unterhaltungspflege.

Entwicklungs- und Unterhaltungspflege bei Rasenflächen

Die besten Voraussetzungen für eine schöne und nutzbare Rasenfläche sind nun geschaffen. Der funktionsfähige Zustand, je nach Ihren individuellen Ansprüchen, wird durch entsprechende Pflegemaßnahmen erhalten. So haben Sie lange Freude an Ihrer Rasenfläche.
Gerne stehen wir Ihnen mit Informationen sowie fachkundiger Unterstützung bei der Pflege Ihres Rasens zu Seite.

Mähen

Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens. Bei einer Wuchshöhe von ca. 6 - 8 cm wird der Rasen auf eine Höhe von ca. 3,5 - 5 cm eingekürzt. Als Faustregel für das Mähen gilt: Reduzierung der Aufwuchshöhe um ein Drittel bis maximal 50 %. Je tiefer geschnitten wird, desto empfindlicher werden die Gräser.

Wässern

Der Wasserbedarf der Rasengräser ist im Wesentlichen von den Temperatur- und Bodenverhältnissen abhängig. Beim Ausbleiben von ausreichenden natürlichen Niederschlägen wird der Rasen ein- bis zweimal pro Woche mit ca. 10 - 20 Litern pro m², frühmorgens oder spätabends gewässert. Bitte beachten Sie, dass häufige und zu geringe Wassergaben zu einer Wurzelverflachung führen.

Düngen

Der jährliche Nährstoffbedarf der Rasengräser wird durch Düngergaben in den Monaten April, Juni und August gedeckt. Im Oktober sollte zur Verbesserung der Winterhärte noch einmal mit einem kaliumbetonten Dünger nachgedüngt werden. Die jeweilige Menge und Art der Düngung sind dem Nährstoffvorrat des Bodens, der Jahreszeit und dem aktuellen Bedarf der Gräser anzupassen. Es sollten nur spezielle Rasenlangzeitdünger verwendet werden. Die Empfehlungen der Düngerhersteller sind zu beachten.

Vertikutieren

Der Rasen wird jährlich im März/April und gegebenenfalls zusätzlich noch einmal im August/September vertikutiert. Die Vertikutiermesser sollen dabei den Boden nur leicht berühren und keinesfalls die Rasennarbe aufschlitzen. Durch Vertikutieren werden Rasenfilz, Moos, Unkraut und flachwurzelnde Fremdgräser herausgearbeitet. Der für das Gräser- und Wurzelwachstum notwendige Luftaustausch sowie die Wasser- und Nährstoffzufuhr werden verbessert. Das herausgearbeitete Material ist von der Rasenfläche zu entfernen.

Moos- und Unkrautbeseitigung

Moosbildung ist häufig eine Folge von zu tiefem Mähen und Nährstoffmangel. Außerdem wird die Moosbildung begünstigt durch Staunässe und schattige Lagen. Staunässe lässt sich dauerhaft nur durch eine entsprechende Dränage und Wasserableitung beseitigen. Unkräuter sollten ausgestochen werden.
Laub ist von der Rasenfläche regelmäßig zu entfernen, da sonst der Rasen ersticken kann. Auch liegen gebliebenes Fallobst kann den Rasen schädigen.


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